Nachweis gestagener Wirkung

Sie befinden sich hier:///Nachweis gestagener Wirkung
Nachweis gestagener Wirkung2018-06-22T15:12:55+00:00

Gestagene – natürlich oder synthetisch?

Der wichtigste natürliche Vertreter der Gestagene ist Progesteron. Es wird beim Menschen aus Cholesterin synthetisiert. Bei Frauen wird durch die vermehrte Bildung von Progesteron das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut angeregt. Dadurch wird ein Einnisten der befruchteten Eizelle ermöglicht und gleichzeitig weitere Folikelreifungen unterbunden. Bei Männern spielt Progesteron in der Reproduktionsfähigkeit keine große Rolle. beeinflusst aber das Immunsystem, das zentrale und periphere Nervensystem und interagiert mit dem Fettgewebe.

Unter den aus Pflanzen gewonnenen Gestagenen ist Diosgenin das bekannteste. Das steroide Sapogenin wird im Labor zu natürlichem bioidentischem Progesteron umgewandelt und kann so seine rezeptorvermittelte Wirkung entfalten.

Zu den synthetischen Gestagenen (Gestinen) zählen alle künstlich erzeugten Hormone (Xenohormone), die eine gestagene Wirkung besitzen. So sind synthetisch erzeugte Derivate des Progesterons und Nortestosterons als Gestine in Kontrazeptiva (z.B. Medroxyprogesteron) zu finden und werden darüber hinaus in der Hormontherapie eingesetzt. Auch in der Tierhaltung werden Gestine als wachstumsfördernde Substanzen eingesetzt.

Synthetisch hergestellte gestagenwirksame Substanzen finden sich unter anderem in Fungiziden, in Additiven von Farben und Lacken und Flammschutzmitteln.

Gestagene und Gestine in der Umwelt

Die Rolle von Gestagenen und Gestinen und ihre Auswirkungen auf die Umwelt wird mit kritischem Interesse beobachtet. Hauptquellen für den Eintrag dieser hormonwirksamen Substanzen sind die Ausscheidungen von Mensch und Tier. Die durch die menschlichen Ausscheidungen eingetragenen synthetischen Progesterone (Gestine) gelangen meist durch die Einnahme von Kontrazeptiva in die Abwässer. Durch die Verwendung von Gestinen in der Tierzucht gelangen auch die Substanzen auch über diesen Weg in die Abwässer und zwangsläufig in Oberflächengewässer.

In mehreren Studien konnte ein endokriner Einfluss von Gestinen, insbesondere auf aquatische Lebewesen, aufzeigt werden.

Dazu zählen:

Um die gestagene Wirkung und deren Eintrag in die Umwelt zu überwachen, bedarf es hochwertiger Testsysteme mit niedrigen und robusten Nachweisgrenzen, einem breiten Anwendungsgebiet und leichter Handhabung. All diese Anforderungen vereint unser A-YPS Test-Kit.

Fordern Sie gleich mehr Informationen an:

A-YPS Angebot anfordern

Ihr Ansprechpartner

M. Sc. Martin JähneF&E/Biotechnolgie, Laborleiter

A-YPS